NTERKULTURELLES VERTRAUEN FÜR MEHR ERFOLG

Written by

Sarah Haimerl

Published on

2 Dezember 2022

Tipps zum interkulturellen geschäftlichen Vertrauensaufbau

Ein kultureller Unterschied zum Vertrauensaufbau: Ich vertraue dir, weil ich deine Arbeit schätze oder ich vertraue dir, weil ich dich als Person schätze…

Vertrauen ist die Basis für unsere Teamarbeit. Manchmal gelingt dies schneller, manchmal dauert es länger.

Dafür gibt es 1 Mio. Gründe. Interkulturelle Unterschiede können dabei eine sehr wichtige Rolle spielen.

Denn Vertrauensaufbau kann durch Qualifikationen oder persönliche Beziehungen aufgebaut werden.

Dieser kulturelle Unterschied kann geschäftlichen Erfolg sehr stark beeinflussen.

In USA, Deutschland und der UK zum Beispiel bauen sich vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen durch das tägliche Arbeitsleben auf. In Kürze: deine Arbeit ist gut, dann vertraue ich dir.

In z.B. Mexiko, Türkei und Indien bauen sich vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen langsamer und zudem außerhalb der Arbeit auf. In Kürze: Ich kenne dich auch persönlich gut, dann vertraue ich dir geschäftlich.

Historisch begründet sich dies an der Verlässlichkeit äußerer Rahmenbedingungen. War ein Handschlag mit einer Person meines Vertrauens wesentlich mehr wert, als jedes geschriebene Dokument mit einer fremden Person?

Wie sich das Verhältnis nach Beendigung der Geschäftsbeziehung gestaltet, zeigt in welcher Kultur wir leben.

Denn Kulturen, die Geschäftsvertrauen durch persönliche Beziehungen aufbauen, bleibt der Kontakt meist auch nach dem Abschluss/ Ende des Geschäfts bestehen. In diesen Fällen, bleiben Kunden den jeweiligen Betreuer*innen treu, auch wenn diese die Unternehmen wechseln. Die persönliche Beziehung zur Ansprechpartner*in wird als wichtiger empfunden, als die Firma, die dahinter steht.

Ich hatte lange nicht verstanden, warum wir in Brasilien oder Mexiko nach langen Arbeitstagen noch späte gemeinsame Abendessen hatten. Meist empfand ich diese eher als anstrengend und konnte sich nicht wertschätzen. Jetzt verstehe ich, dass es für Kolleg*innen aus diesen Kulturen wahrscheinlich als unfreundlich erschien, dass wir selten solche Events für sie planten. Im Gegenteil, oftmals gab es Mittagessen während Präsentationen stattfanden, um keine Zeit zu verlieren. Rückblickend denke ich, dass die Kolleg*innen bei Besuchen bei uns in USA oder Deutschland sehr verwundert gewesen sein mussten, wie wenig Zeit wir mit ihnen außerhalb des Büros verbracht haben…

Zudem habe ich größtenteils nur mit einer Handvoll Kolleg*innen eine engere Beziehung. Mit den wenigsten bin ich nach einem Arbeitsplatzwechsel in regelmäßigem Kontakt geblieben.

Erstaunt, fast mitleidig reagierten meine mexikanischen Studierenden, auf diese Aussage. Ich musste ihnen versichern, dass es mir damit gut ginge und ich nicht unglücklich deshalb war.

In der Globalisierung werden vertrauensvolle interkulturellen Geschäftsbeziehungen immer wichtiger. Dafür gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Dazu hier drei Tipps.

Tipp 1

Vertrauensaufbau durch persönliche Beziehungen

Baue Vertrauen über gemeinsame Interessen auf, sei authentisch und teile auch Persönliches, längere Events außerhalb der Arbeit sind dabei sehr hilfreich.

Tipp 2 

Vertrauensaufbau durch Qualifikation

Fokussiere dich auf die Arbeitsinhalte. Tiefere Konversationen sind kein Indikator für tiefe Beziehungen sind.

Tipp 3 

Nutze die Gelegenheiten

Lange gemeinsame Mittag- und Abendessen oder Mittagessen parallel zu Präsentationen? Beides drückt kulturell abhängige Wertschätzung aus. Je besser du dich an diese Gegebenheiten anpasst, umso erfolgreicher wird deine Geschäftsbeziehung sein.

Vorsicht vor Generalisierungen!

Wenn wir von einer „Kultur“ sprechen, geht es darum, dass sich die meisten Menschen in den meisten Situationen so verhalten. Sie sind jedoch nie 100% korrekt für einzelne Individuen.

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